aufgeschrieben von Peter Bruker

Tagebuch September 2011

19. September

Ein anstrengendes Wochenende liegt hinter uns. Und wir mussten etwas improvisieren. Das Kurhaus, in dem wir normalerweise unsere Proben abhalten, war belegt. Ein Ausweichquartier musste gefunden werden und wurde in der Turn- und Festhalle in Nussbach auch gefunden. Unsere Helfer haben wieder vorbildlich dafür gesorgt, dass wir auch dort gut mit Getränken und Requisiten ausgestattet waren, und die Besitzer vom Landgasthof „Lilie“ waren so freundlich, uns einen Raum zum Schminken zur Verfügung zu stellen. Den brauchten wir auch, denn an diesem Wochenende standen zwei Promoauftritte auf dem Programm.

Am Samstagabend spielten wir beim Fest der Triberger Volksbank. Nicht nur die vier Auftretenden waren dabei, sondern nahezu die komplette Company des Hecker-Musicals hat zusammen mit den Tribergern den gelungenen Umbau der Volksbank Triberg gefeiert.

Am Sonntag absolvierten wir beim Familienfest der Krebsnachsorgeklinik Katharinenhöhe einen Promoauftritt. Auch dort erhielten wir viel Beifall. So langsam aber sicher ist es in der Region bekannt, dass am 28. Oktober Premiere für „Hecker – das Musical der badischen Revolution“ ist. Und es gibt sogar schon einige Fans, die uns von Promoauftritt zu Promoauftritt nachreisen und unsere Songs mitsingen.

16. September

Was für ein genialer Abend! Gestern waren wir beim SWR in Freiburg. Wir waren Teil einer Radioaufzeichnung, die am Samstag um 21 Uhr in SWR4 landesweit ausgestrahlt wird. Im Mittelpunkt stand dabei Friedrich Hecker.

Als wir um 17 Uhr im Schlossbergsaal des SWR eingelaufen sind, ist uns erst einmal das Herz in die Hose gefallen. Ein toller Raum, ausgestattet mit modernster Aufnahmetechnik und wir mittendrin. Sabine, Florian, Rolf und ich gingen erst mal einen Kaffee trinken, um etwas Abstand zu gewinnen. Doch es half alles nichts: Um 18 Uhr war Soundcheck und alles funktionierte hervorragend. Moderator Klaus Gülker nahm uns mit seiner charmanten Art auch die Anspannung und so langsam fing die Sache an, Spaß zu machen.

Ein kleines Buffett war für uns und die anderen Mitwirkenden, unter anderem Tatort-Kommissar Klaus Spürkel, der an diesem Abend den Hecker gab, und Musiker Uli Führe, vorbereitet worden. Bei einem Gläschen Sekt wurde gemütlich geplaudert, während die ersten Besucher den Saal füllten. Am Ende war der Saal völlig überfüllt.

Punkt 20 Uhr ging die Aufzeichnung los. Erst wurde das „unmögliche Interview“ mit Friedrich Hecker geführt, das sehr pointiert geschrieben war und vorgetragen wurde. Uli Führe spielte Variationen des Heckerliedes und dann waren wir auf der Bühne. Florian sang „Drei Dinge“, es folgte ein Interview mit uns, ehe dann noch „Nur die Liebe zählt“ von Florian und Sabine gesungen wurde. Der Beifall war groß – meine Erleichterung auch. Wir haben hier eine tolle Visitenkarte abgegeben. Nach der Show haben wir uns in einem Freiburger Biergarten noch ein kühles Blondes genehmigt. Das hatten wir mehr wie verdient.

14. September

Am vergangenen Sonntag haben wir Offenburg gerockt. Und wie. Dort wurde der Freiheitstag gefeiert und als wir nachmittags in Offenburg ankamen, sahen wir schon von Weitem zahlreiche kostümierte Menschen. Stephanie, Sabine, Bernhard und Martin standen auf einer improvisierten Bühne und ich hatte das Vergnügen, die Ansage zwischen den Songs zu machen. Mehr als 250 Leute bildeten das Publikum und waren von unserem Auftritt restlos begeistert. Sie klatschten mit, und als wir am Ende den Heckersong anstimmten gab es sogar einige, die kräftig mitsangen.

Ein Mitglied aus der Offenburger Heckergruppe kam zu mir und meinte, dass wir der musikalische Höhepunkt des ganzen Festes gewesen seien.

Nach unserem Auftritt feierten wir noch etwas und hatten einige Mühe, die zahlreichen Getränke- und Essensbons, die wir von den Veranstaltern erhalten hatten, umzusetzen. Irgendwie haben wir es dann aber doch noch geschafft. Hicks.....

10. September

Oliver Wünsch ist Herausgeber der Fachzeitschrift „Blickpunkt Musical“. Er hat sich bei mir gemeldet und um ein Treffen gebeten. Hoppla aber auch! Der Chef einer bundesweit erscheinenden Fachzeitschrift interessiert sich für uns. Toll. Zusammen mit Regisseur Markus Schlueter, seiner Assistentin Nadine Kopf und Nicki Arnold vom Stadtmarketing haben wir uns in der Lilie getroffen und über das Thema Musical geplaudert. Gerwig und Hecker standen dabei im Mittelpunkt und auch andere Dinge rund um das Thema Musical wurden besprochen. Ich hab Oliver Wünsch unser Programmbuch und ne CD von Gerwig überreicht, und auch ein paar Flyer hat er mitgenommen. Wir werden in der nächsten Ausgabe von „Blickpunkt Musical“ berücksichtigt, und vielleicht erscheint darin auch eine Kritik über unseren Hecker.

Rolf hat zwischenzeitlich den Radio-Werbespot für Schwarzwaldradio und Hitradio Ohr eingespielt. Seit Mitte der Woche wird unser Hecker in den beiden Sendern täglich beworben. Ansonsten treibt sich Rolf mit Sängern und Musikern in Freiburg im Studio rum. Er produziert gerade unsere CD. Inzwischen ist alles eingespielt und muss jetzt nur noch abgemischt werden.

Morgen ist wieder Gesamtprobe im Kurhaus. Mit Michael Kienzler hab ich vereinbart, dass wir da mal ein paar Probenbilder machen – in Kostüm und Maske. Die brauch ich für verschiedene Presseartikel, die ich derzeit für zahlreiche Publikationen am schreiben bin. Am Sonntag haben wir unseren Auftritt in Offenburg. Dort spielen wir wieder Musicalauszüge. In Offenburg ist das große Freiheitsfest und es werden da bis zu zehntausend Besucher erwartet, wenn das Wetter mitspielt.

5. September

Das erste Probenwochenende liegt hinter uns. Was haben wir gelacht! Am vergangenen Samstag haben sich nahezu alle Beteiligten des Musicals erstmals im Triberger Kurhaus getroffen. Nachdem ich ne kurze organisatorische Einführung gegeben hatte, erläuterte Regisseur Markus Schlueter sein Inszenierungskonzept. Wir spielen eine Musical-Company, die ein Musical auf die Bühne bringt. Dass dabei natürlich manches nicht so läuft wie geplant, ist klar und die Zuschauer werden eine Reihe von Gags serviert bekommen. Missgeschicke halt, die der Theatergruppe passieren.

Es war sehr herzlich beim Probenauftakt und ich hab den Mitwirkenden angesehen, dass sie sich riesig freuen, dass es nun endlich richtig los geht. Die Proben am Samstag und Sonntag liefen hervorragend. Und wenn das so weiter geht, dann sind wir auf einem sehr guten Weg. Und das Wichtigste dabei ist: Die Stimmung innerhalb der Company ist hervorragend. Doch das wundert mich eigentlich nicht, denn hier wirken engagierte Leute mit, die alle das gemeinsame Ziel haben, das Hecker-Musical so gut wie nur möglich auf die Bühne zu bringen. Und das alles läuft wie schon bei Gerwig sehr, sehr harmonisch ab.

Am vorangegangenen Samstag hatten wir einen Werbeauftritt auf dem Trödlermarkt in Furtwangen. Den Besuchern hat es gefallen, was wir da aufgeführt haben. Wenn es nur nicht so kalt gewesen wäre. Wenn einer auf die Idee gekommen wäre, Glühwein zu verkaufen, hätte er ein gutes Geschäft machen können. Und das am letzten Augustwochenende.

Weitere Werbeauftritte stehen jetzt noch an. Am Sonntag spielen wir beim Freiheitstag in Offenburg und die Woche darauf feiern wir mit der Volksbank Triberg die Einweihung der umgebauten VoBa-Räume. Und täglich wird geprobt. Es gibt viel zu tun.